• Duo LIAISONG

Singender klingender Obstgarten oder ein Sommerabend mit LIAISONG

Aktualisiert: Juli 10



Am Donnerstagabend (25.06.2020) fand im Obstgarten im Haus des Gastes in Wustrow nach langer Zeit wieder ein Open-Air-Konzert statt. Unter dem Motto Lieblings- und Lebenslieder gestaltete das Duo LIAISONG einen musikalisch facettenreichen und unterhaltsamen Abend.

Um 20:30 Uhr ging‘s los und man merkte den Künstlern vom ersten Moment an, wie glücklich sie waren wieder auf einer Bühne stehen zu dürfen, den Corona hat auch Ihnen in denn letzten vier Monaten das musizieren und somit das Arbeiten verboten. Und so war dieser Abend in vielerlei Hinsicht etwas besonderes. Mit viel Abstand zur Bühne und zwischen den einzelnen Konzertgästen, freuten sich alle wieder ein Stück Kultur erleben zu dürfen.

Eröffnet wurde der Abend, für LIAISONG eher ungewöhnlich, mit einem alten Schlager aus den 60iger Jahren, dem Abendlied von Christel Schulze. „Ja, wir können auch Schlager, so die launige Bemerkung, der Sängerin Dunja Naßler-Averdung dazu. Man blieb bei der Musik der DDR, machte aber einen großen Sprung in die 70iger Jahre hinein und erwies einer der ganz großen Künstlerinnen der DDR seine Referenz. Mit einem Augenzwinkern erklang Veronika Fischers „Nein, Doktor nein“.

Jetzt gab‘s einen Genrewechsel, denn mit „Georgia on my mind“ wurde ein großer Jazzklassiker zu Gehör gebracht. Auch wenn man es vom Titel her nicht vermutet, so gehört doch auch „Bésame mucho“ zu den Jazzstandards. Von Consuelo Velázquez geschrieben und 1941 veröffentlicht, haben es schon viele Künstler gesungen und auch LIAISONG gelang es diesem Klassiker eine ganz eigene Note zu verleihen.

Nach soviel Rhythmus und spanischem Flair musste eine Abkühlung her und die wurde in Form einer Getränkeempfehlung serviert – dem Champuslied von Angelika Mann.


Diesem musikalischen Saufgelage schloss sich ein französisches Chanson an: „Qui qu'a vu Coco?“ ist eine liebevoll freche Hommage an die Modedesignerin Coco Chanel, an der Künstler und Publikum große Freude hatten.


Auch das nächste Stück passte gut in den Ablauf des Abends hinein. Denkt man an Frankreich oder genauer an Paris, so hat man unweigerlich die Assoziation zur Stadt der Liebe. Deshalb kann man nach einem Chanson auch ein Lied mit dem Titel „Liebe kommt, Liebe geht“ folgen lassen. Ob man es als Liebeslied durchgehen lässt, dass muss jeder Hörer selbst entscheiden.

Darauf folgte ein Stück aus der Liedermacher oder neudeutsch Singer/Songwriter Schublade. „Die Alte auf der Schaukel“ stammt aus der Feder von Gerhard Schöne und zeigte eine Verbindung zu LIAISONG auf, denn der Gitarrist Jörg Naßler-Averdung hat mehr als 20 Jahre mit Gerhard Schöne zusammengearbeitet.

LIAISONG kann nicht nur gut covern oder wie sie es nennen - Songs entern, nein sie können auch eigene Kompositionen und Texte vortragen und das Publikum begeistern. Der Titel „Versteckt vor der Welt“ ist eine Komposition von Jörg Naßler-Averdung und ein Text von Andreas Hähle und zeigte abermals eine andere Facette der beiden Musiker.

Zum Abschluss der ersten Konzerthälfte kehrte man zum Beginn des Abends zurück. Abermals ein Schlager aus den 60iger Jahren, „Schuld war nur der Bossa Nova“. Mitreißend gespielt und gesungen, sodass auch im Publikum kräftig mitgesungen wurde.

Der Übergang in die zweite Konzerthälfte war fließend, denn man verzichtete auf eine Pause. Künstler und Gäste hatten sich im Vorfeld ausreichend mit Getränken versorgt, sodass es weiter gehen konnte.


Eröffnet wurde der zweite Teil mit Sting und „Fragilidad“. Nach diesem Ausflug in den Bereich des Pop widmete man sich der Klassik. Jörg Naßler-Averdung zeigte dem Publikum sein Können als Gitarrist mit einer Bourrée in e-moll von Johann Sebastian Bach.

Das Bach-Stück bildete einen Ruhepunkt im Programm und ebnete den zu „Wenn zwei zueinander passen“. Ein Blick auf eine Beziehung zwischen Zweien die gelernt haben, sich ihre Stärken und Schwächen zuzugestehen - ein passendes Stück für LIAISONG von der Kollegin Ulla Meinecke.

Die nächsten beiden Stücke galten der großen deutschen Chansonsängerin Hildegard Knef. Mit „Ach wie schön ist so ein eig'ner Mann im Haus“ und „Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen“ stellte die Sängerin Dunja Naßler-Averdung einmal mehr unter Beweis wie farbenreich ihre Stimme ist.

Ironie und Lebenslust versprühten die beiden Knef-Titel. Deshalb wollte das Duo ein stimmungsvolles Gegengewicht setzen und präsentierte die Ballade „Autumn Leaves“.


Den offiziellen Schlusspunkt des Programms setzt dann eine Eigenkomposition mit dem passenden Titel „Feierabend“.

Aber so ganz ohne Zugabe durften die beiden dann doch nicht gehen und so gaben sie ihrem Publikum als erste Zugabe einen Ratschlag für den Fall, dass sie nicht wissen sollten, was sie mit dem Rest des Abends anfangen: Das „Lied vom Küssen“ schrieb Olaf Stellmäcke. Er beschreibt darin auf heiter, hintersinnige Art, wie anziehend Gegensätze sein können.

Als zweite und letzte Zugabe hatte LIAISONG einen Klassiker von Manfred Krug im Gepäck. „Wenn du schläfst mein Kind“ lies einen rundum gelungenen Konzertabend ausklingen und verabschiedete glückliche Künstler und ein gut gelauntes Publikum in eine laue Sommernacht.




Remus M. Whittaker

(26.06.2020)







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